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Goswin van der Moelen (?)

Kleine Reliquienskulptur der Madonna
Kleve, zirka 1410
Getriebenes und vergoldetes Silber, teilweise gegossen, auf einem vergoldeten kupfernen Sockel
Sammlung Xanten, röm.-kath. Propsteikirche St.-Viktor

Bisher wurde dieses außergewöhnlich kostbare Reliquienbild häufig mit der Madonna aus Qualburg (Nr. 33) verglichen und auf rund 1430 datiert. Bezüglich ihres Entstehungsortes wurde an Nimwegen gedacht. Untersuchungen ergaben jedoch, dass wir es hier wahrscheinlich mit einer Arbeit des Klever Goldschmiedes Goswin van der Moelen zu tun haben, um etwa 1410 angefertigt und später durch seine Eltern und seine Brüder Heinrich und Dietrich an Xanten geschenkt. Letztgenannter war Kanonikus im damaligen Stift in Xanten.

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