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Unbekannter Meister

Hostienkelch (Ziborium)
Niederrhein/Niederlande oder Köln, zirka 1370-1380
Vergoldetes Silber, getrieben, gegossen und graviert
Sammlung Xanten, röm.-kath. Propsteikirche St.-Viktor

Dieses Stück Geschirr zeigt architektonische Details, die auf liturgischen Goldschmiedearbeiten aus dieser Zeit vielfältig vorkommen. Ungewöhnlich sind jedoch die akkoladeartigen Formen am Fuße, wie auch die Buchstaben I-N-R-I aus dem sogenannten Kreuztitel, einer Darstellung der Aufschrift, die Pilatus bei der Kreuzigung oben am Kreuz hatte anbringen lassen. Von diesem Ziborium wird wohl suggeriert, dass es um etwa 1370-1380 in Nimwegen oder Kleve entstanden ist. Diese Städte waren Zentren der Goldschmiedekunst in der näheren Umgebung von Xanten.

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