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Die Brüder Van Limburg

Valerius Maximus, De dictis factisque mirabilibus
Valerius Maximus in seinem Studierzimmer
Frankreich oder Italien, zirka 1400 (Text); Paris, zirka 1410 (Miniatur)
Tempera-Farbe, Gold und Tusche auf Pergament
Sammlung Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana

Die Brüder Van Limburg malten hier den Autor des Buches, den römischen Historiker Valerius Maximus in seinem Studierzimmer. Das Buch ist das einzige bewahrt gebliebene Beispiel einer nicht religiösen Handschrift an der die Gebrüder gearbeitet haben. Sie fertigten wohl häufiger 'Autorenporträts' an. In den Belles Heures 'porträtierten' sie beispielsweise die heilige Katharina in ihrem Arbeitszimmer. Auch zeigten sie einen lehrenden Philosoph in einer Szene aus dem Leben des heiligen Hieronymus. Es ist nicht deutlich, wo der Text dieses Buches kopiert wurde. Sicher ist hingegen, dass die Handschrift sich im Jahre 1410 in Paris befand, da die Randdekoration in einem Stil ausgeführt wurde, den wir häufig in der direkten Umgebung des französischen Königshauses antreffen. Möglicherweise gehörte das Buch Jean de Berry selbst.

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